Die interessante Geschichte von De Johanneshoeve

Der Johanneshoeve am Rande der Gemeinde Twenterand wurde 2009 zu einem Gästehaus mit Tagungssaal umgebaut. Die Geschichte des Hauses reicht jedoch viel weiter zurück. Im Jahr 1957 wurde der Johanneshoeve als Milchviehhof in Betrieb genommen. Auf die Zeit, als in den Ställen und auf den Wiesen noch Kühe standen, verweisen auch die Namen unserer Bauernhofzimmer.

Ursprünglich war der Johanneshoeve ein sogenannter Flurbereinigungshof. Großvater Johannes Schipper (1887) zog 1958 aus dem Dorfkern von Vriezenveen hierher, an den Dalweg, um. Sein Hausname in Vriezenveen war: ’n Boosman. Bis zu seinem Umzug hatte er eine Bäckerei und einen Bauernhof an der Dorpsstraat geführt.

Er übergab die Bäckerei seinen beiden ältesten Söhnen und verlegte den landwirtschaftlichen Betrieb ein paar Kilometer weiter, um ihn auszubauen. Damit sein Hof als Flurbereinigungshof infrage kam, kaufte er zusätzliches Land und zog schließlich mit seinem jüngsten Sohn Roelof und seiner Schwiegertochter Gerrie in das Gebiet nördlich von Vriezenveen. Das war in jener Zeit – ohne Telefon und ohne Auto – ein gewaltiges Unterfangen!

Ende der 70er Jahre übernahm sein Sohn Johannes den Bauernhof und erweiterte den Betrieb erneut. Er hatte ein Händchen für sein Vieh und gewann auf Züchterveranstaltungen zahlreiche Preise. Die „Nationale Rundvee Manifestatie“ in Utrecht war der Höhepunkt jedes Jahres. Alljährlich fieberte der Hof dieser Rindermesse entgegen. Sämtliche Hofgebäude und Tiere wurden herausgeputzt, um Gäste aus dem In- und Ausland auf dem Hof gebührend zu empfangen.

Das Vieh wurde schließlich 2002 verkauft, und man schmiedete erste Pläne für den Umbau des Bauernhofes zu einem Gästehaus mit Tagungsraum. Die Arbeiten begannen 2009, vollzogen sich in drei Phasen und waren schließlich 2015 vollständig abgeschlossen.

Der Johanneshoeve bietet heute einen Tagungsraum – nach dem Beinamen der Familie Schipper „’n Boosman“ genannt –, drei Doppelzimmer, ein Familienzimmer und vier Bauernhofappartements: insgesamt 32 Betten. Damit ist „De Johanneshoeve“ nicht nur Bed & Breakfast und Urlaubsunterkunft, sondern eignet sich auch für geschäftliche Übernachtungen, mehrtägige Seminare, Klassentreffen und mehrtägige Familienfeste.

Auf dem Johanneshoeve wird übrigens immer noch nach dem alten Rezept von Großvater und Urgroßvater Johannes Schipper (geboren 1887) „Krentenwegge“ gebacken. Für dieses Rosinenbrot kamen früher Kunden von nah und fern in die Bäckerei der Familie Schipper. Gut hundert Jahre später schmeckt unser Rosinenbrot immer noch ausgezeichnet. Urteilen Sie selbst, wir lassen Sie gerne probieren.

Wir heißen Sie bei uns auf dem Johanneshoeve herzlich willkommen.

Familie Schipper